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Honduras-Projekt des Gymnasium Philippinum: Erster Bericht (27. Juli)

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Unsere Ideen in die Tat umgesetzt

Erster Bericht (27. Juli)

Wir sind jetzt seit Sonntag hier und nach der Marathon-Reise noch immer ein bisschen müde, wir haben in Madrid nämlich auf dem Boden ‘geschlafen’ und wurden im Zehn-Minuten-Takt von der Lautsprecherdurchsage unterhalten; ich kann euch jetzt sämtliche Durchsagen des Madrider Flughafens sowohl auf Spanisch, als auch auf Englisch sagen, also falls ihr wissen wollt, was Nichtraucherzone auf Spanisch bedeutet. :)
Seit Mittwoch sind wir jetzt im Heim und wurden ueberschwänglich begrüßt. Es ist fast unmöglich, sich hier noch alleine fortzubewegen, denn ich habe ständige Begleitung und habe mich zu einem drei-fünfköpfigen Körper verwandelt. Es sind hier etwa 5 Kinder, die wir vorher noch nicht kannten. Z.B zwei Brüder, Marvin und Juan Carlo, die es mit ihren 10 und 8 Jahren bereits jetzt faustdick hinter den Ohren haben und die mit iherer charmanten Art bereits jetzt alle Frauenherzen erobern. Die anderen Kinder sind natürlich gewachsen (sogar schon teilweise größer als ich (welch eine Schmach :) ) und zum Teil auch richtig erwachsen geworden. Es ist schön zu sehen, wie unheimlich positiv sich auch “Problemfälle” entwickelt haben. So zum Beispiel zwei Jungen, die im letzten Jahr gerade neu kamen, als wir da waren und die erstmal unheimlich kontaktscheu waren und kein Wort gesagt haben. Mit dem Kleineren habe ich gestern geübt, seinen Namen zu schreiben, das kann er mittlerweile:) und meinen auch – Mann, war er stolz!Ich bekomme jetzt jeden Tag einen Zettel mit seinem Namen und meinem Namen drauf. Außerdem habe ich schon die verschiedensten Vorstellungen bekommen. Karate, Basketball, Tanz… Jeder hat etwas zu zeigen und wehe man guckt nicht richtig hin. :)
Momentan lassen wir es also erstamal verhältnismäßig ruhig angehen, soweit das hier möglich ist. Manchmal ist es ganz schön, wenn wir uns ist ins Gästehaus zurückziehen können, denn so lieb und nett die Kinder hier sind und so gerne ich Zeit mit ihnen verbringe, kann man doch nicht den ganzen Tag dauerhaft präsent sein und so ist es manchmal ganz angenehm, ein bisschen auszuruhen und dem Trubel einen Moment zu entkommen.
Morgens früstücken wir also meistens auf der Terasse des Gästehauses und genießen die wunderbare Sicht über das ganze Tal und das Heim. Die meisten der Kleineren sind dann in der “escuela”, eine Art Grundschule, sodass es morgens relativ ruhig ist. Um 12 gibt es dann Mittagessen, was meistens aus Tortilla mit Bohnen besteht, manchmal zur Abwechselung noch Reis oder Mais. :) So gerne ich das ausländische Essen auch mag, manchmal ist es dann doch ganz schön etwas Anderes zu bekommen, also haben wir uns erstmal eine Notration an Spagetti und Pizza zugelegt.
Am Nachmittag wird dann meistens Basketball und Fussball gespielt, bei letzterem ziehen uns sogar die Kleinsten gnadenlos ab. :)
Alles in allem sind die ersten Tage wunderschön gewesen und ich bin unheimlich froh wieder hier zu sein. Man fühlt sich fast wie zu Hause und die Kinder machen es uns sehr leicht, uns wohl zu fühlen.
Morgen werden wir wahrscheinlich eine Tour durch das Dorf machen und dann melde ich mich wieder!!
Viele liebe Grüße y un gran abrazo de aqui!
Mirjam

Erster Bericht (27. Juli)

Die ersten Eindrücke nach einer langen Reise.